Das 3-Ebenen-Mentoring
zielt darauf ab, professionelle Kompetenzen zu fördern. In diesem
Selbstlernangebot erfährst du mehr darüber, wie ein Mentoring-Gespräch nach dem
3EM-Modell funktioniert und
kannst alles mit praktischen Übungen vertiefen.
Abschnittsübersicht
Zusammenfassung
Das 3-Ebenen-Mentoring (3EM) soll nun
anhand eines Beispiels (Vermittlung
eines neuen Lerninhaltes) zusammenfassend
dargestellt werden:
Da dem 3EM zunächst eine Beobachtung vorangeht, beobachtet der Coach den/die Coachee in einer Unterrichtssequenz, wo der/die Coachee einen neuen Lerninhalt einführt. Dies kann auf verschiedene Arten
stattfinden und verschiedene Aspekte der Vermittlung fokussieren(siehe Zusammenstellung Beobachtungssysteme)
Die Gesprächsebene
1, also das Feedback erweiternde
Praxisgespräch,
bezieht sich dann auf die Handlungsebene «Praktisches Tun»: Was hat der Coach beobachtet? Was hat der/die
Coachee effektiv gemacht in der
beobachteten Sequenz? Wie hat der/die Coachee einen neuen Lerninhalt vermittelt?
Erst
auf der Gesprächsebene
2, also im reflexiven Praxisgespräch, werden die theoretischen und praktischen Hintergrundtheorien ermittelt, die für das Handeln des/der Coachees ausschlaggebend sind: Welches Hintergrundwissen steckt dahinter, wie der/die Coachee die
neuen Lerninhalte vermittelt hat? Weshalb hat sie/er diese Methode gewählt? Welche
theoretischen und praktischen Hintergrundüberlegungen stecken dahinter? etc.
Auf
der Gesprächsebene
3, also im persönlichen Orientierungsgespräch, wechselt das Gespräch auf eine Metaebene und es wird auf das professionelle Selbst des/der Coachees fokussiert. Hier wird gemeinsam erarbeitet, welche Werte, Ziele und Motive in der Vermittlung neuer Lerninhalte
verfolgt werden. Dabei geht es nicht um die SuS, sondern um den/die Coachee
selbst. Die Ziele, die gesetzt werden, beziehen sich auf
den/die Coachee.
Auf welcher Ebene wie
viel Zeit investiert wird, hängt davon ab, welche Schwerpunkte oder Ziele zuvor
gesetzt wurden; allerdings
sollten in einem Gespräch alle Ebenen vorkommen. Die Übergänge können auch ineinanderfliessen; allerdings ist es wichtig zu beachten, dass jede
Handlungsebene ihre eigene Gesprächsart hat (siehe Abbildung Modell 3EM). Mit
anderen Worten: Das praktische Tun kann nicht mit der Gesprächsart reflexives
Praxisgespräch ermittelt werden, sondern muss anhand des Feedback erweiternden Praxisgesprächs erfolgen.