Nachhaltige Entwicklung wird oft mit drei Kreisen für die Zieldimensionen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft dargestellt, ergänzt mit den beiden Achsen Zeit (Vergangenheit Gegenwart Zukunft) und Raum (lokal global).
Damit kommt zum Ausdruck, dass
- politische,
ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Prozesse vernetzt sind.
- das heutige Handeln Auswirkungen auf die Zukunft hat.
- Wechselwirkungen bestehen zwischen lokalem und globalem Handeln.
Bildung im Sinne der formulierten Bildungsziele spielt in der Umsetzung der Idee einer Nachhaltigen Entwicklung eine wesentliche Rolle. Lesen und Schreiben zu können, sich informieren zu können, eine Meinung zu haben und diese im Gespräch einbringen zu
können, sind notwendige Voraussetzungen, dass sich die Schüler:innen an einer Nachhaltigen Entwicklung beteiligen und diese mitgestalten können. Bildung soll den Menschen helfen, den eigenen Platz in der Welt zu reflektieren und darüber nachzudenken,
was eine Nachhaltige Entwicklung für die eigene Lebensgestaltung und das Leben in der Gesellschaft bedeutet. Es geht darum, Wissen und Können aufzubauen, das die Menschen befähigt, Zusammenhänge zu verstehen, sich als eigenständige Personen in der
Welt zurechtzufinden, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen an einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich Nachhaltigen Entwicklung zu beteiligen. Die Kompetenzen der Fachbereichs- und
Modullehrpläne sowie die überfachlichen Kompetenzen tragen zur Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung bei.
Fächerübergreifende Themen unter der Leitidee Nachhaltige
Entwicklung
Im Lehrplan wurden die folgenden sieben fächerübergreifenden Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung aufgenommen:
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Politik, Demokratie und Menschenrechte,
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Natürliche Umwelt und Ressourcen,
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Geschlechter und Gleichstellung,
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Gesundheit,
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Globale Entwicklung und Frieden,
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Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung,
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Wirtschaft und Konsum.
Die Auswahl basiert einerseits auf bestehenden Konzepten wie der Gesundheitsbildung, dem globalen Lernen, der interkulturellen Pädagogik, der geschlechtergerechten Pädagogik, der politischen Bildung und der Umweltbildung. Anderseits folgt sie den Schlüsselthemen
der UNO-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005-2014, den Herausforderungen und Massnahmen der Strategie Nachhaltige Entwicklung des schweizerischen Bundesrates (2002, erneuert 2008) sowie der bisherigen Einbindung einiger dieser fächerübergreifenden
Themen in die kantonalen Lehrpläne. Neu ist die Orientierung dieser Ansätze und Themen an der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung.
Die verschiedenen Aspekte der sieben fächerübergreifenden Themen wurden in die Fachbereichslehrpläne eingearbeitet, insbesondere beim Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft. Folgend werden die sieben fächerübergreifenden Themen basierend auf den Kompetenzen
der Fachbereichslehrpläne beschrieben. Der Aufbau des Wissens und Könnens in diesen Themen reicht über die Volksschulzeit hinaus. Die Schule leistet hier einen grundlegenden Beitrag.

Zwei Dimensionen von BNE nach dem Lehrplan 21