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Abschlussbedingungen

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4. Gesprächsebene 3: Persönliches Orientierungsgespräch

(Niggli, 2005, S. 113ff.)


Das persönliche Orientierungsgespräch bezieht sich auf das professionelle Selbst und das berufliche Selbstverständnis. Die Coachees setzen sich im Gespräch Ziele für sich selbst, nicht für die SuS. Es gibt verschiedene Anlässe, die zu einem persönlichen Orientierungsgespräch führen können:

  • Persönliche Betroffenheit wird vom Coachee selbst geäussert
  • Betroffenheit wird vom Coach geäussert
  • Gemeinsame Standortbestimmung im Berufsalltag oder in der Ausbildung

Im persönlichen Orientierungsgespräch ist der Ausgangsprunkt eine problembezogene Fragestellung. Dabei geht es darum, das Problem zu analysieren und einen Entscheid zu treffen, was getan werden soll. Wichtige Punkte zu beachten sind:

  • «Sich selbst als Veränderungsprojekt verstehen und entsprechend handeln
  • Eigenes lernen reflektiert begleiten
  • Lernen selbst steuern
  • Lernanlässe selbst feststellen und in Gang setzen» (Niggli, 2005, S.116)
  • Persönliche Orientierungsgespräche sind keine Beurteilungsgespräche

Eingehen auf das persönliche Selbst durch das persönliche Orientierungsgespräch:
  • => Förderung des Verständnisses über sich selbst
  • => Subjektwerdung des Coachees (nicht Qualifizierung)
  • => In Schleifen strukturiert (siehe Abbildung unten)
  • => Blick in die Zukunft: wie könnten zukünftige Situation aussehen
  • => Aufgaben des Coaches: Coachee durch die Phasen/Schleifen begleiten

Abbildung 5: Eigene Darstellung der Prozessschleifen in Anlehnung an Niggli, 2005, S.114f.


Im Orientierungsgespräch kann es auch zu Widerständen kommen:

  • Durch Veränderungsprozesse, die die eigene Person direkt betreffen, können auch widersprüchliche Gefühle ausgelöst werden
  • Persönliches Kontrollbedürfnis: wir möchten Veränderungen, die uns selbst betreffen, möglichst selbst beeinflussen, uns davor schützen oder sie zumindest voraussehen können

Im folgenden tonlosen Video haben wir eine Übung zu den möglichen Widerständen zusammengestellt. Anleitungen dazu erhältst du direkt im Video.

  

 

Schau dir nun folgende Zusammenstellung über Ursachen und Massnahmen bei Widerständen im persönlichenOrientierungsgespräch an. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung der Punkte, die im vorherigen tonlosen Übungs-Video vorkommen. Denke an einem deiner Praxis-/Coaching-/Mentoring-Gespräche aktuell als Lehrperson oder früher als Studierende:r zurück und mache dir folgende Gedanken als Reflexion dazu:

  • Inwiefern hast du selbst bei dir Widerstände wahrgenommen? Wie hast du dich dabei gefühlt und wie ist dein Gegenüber darauf eingegangen?
  • Inwiefern hast du selbst bei jemanden Widerstände in einem Gespräch wahrgenommen? Wie bist du dabei vorgegangen?
  • Wie würdest du die Spalten mit Ursachen und Interventionen ergänzen?

Mögliche Fragen, die in einem persönlichen Orientierungsgespräch vom Coach gestellt werden können, sind folgende (aus dem Fallbeispiel von Niggli, 2005, S.122ff.):

  • Beispiel einer Situation => «Können Sie schildern, wie Sie die Situation erlebt haben?» (S.123)
  • Was können wir gemeinsam klären? «Welche Frage würden sie ins Zentrum stellen?» (S.123)
  • «Wie haben Sie selbst Ihr Praktikum erlebt?» (S.123)
  • «Wo lagen Ihre Stärken?» (S.123)
  • Welchen Beitrag haben Sie zum positiven Klima/lernförderliche Situation/… geleistet? (aufgreifen, was von den Studierenden geäussert wird)
  • Was sind die Hintergründe der kritischen Punkte, die angesprochen wurden?
  • Womit fühlten Sie sich überfordert? (oder andere Gefühle, die die Studierenden ansprechen)
  • Welche Hilfe haben Sie in Anspruch genommen?
  • Zwischenbilanz: Wie nehmen Sie das Problem jetzt im Nachhinein wahr?
  • Blick in die Zukunft: Was möchten Sie tun, um in künftigen Praxiseinsätzen solche Probleme zu vermeiden?
  • «Wie wollen Sie das erreichen?» (S.125)
  • Was erwarten Sie oder erhoffen Sie sich von Ihren Massnahmen?
  • «Wie wollen Sie dabei vorgehen?» (S.125)

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